Was ist bei einem Spielzeugladen eigentlich teuer: der gute Name oder das Spielzeug? In Weimar lässt sich das selten so deutlich ablesen. Die Familie veranschlagt für das Warenlager etwa das Zehnfache dessen, was sie für Firmenwert und Betriebsausstattung verlangt.
Die Geschichte
Max Schössler verkauft seit über einem Jahrhundert Spielwaren in der Weimarer Altstadt. Die Inhaberfamilie Schössler-Brenke sucht aus Altersgründen eine Nachfolge. Auf etwa 400 Quadratmetern über zwei Ebenen arbeitet laut Inserat ein Team von bis zu fünf Beschäftigten.
20.000 Euro entfallen auf den Firmenwert einschließlich Namensrechten, Einrichtung und Einkaufskontakten. Hinzu kommt der Warenbestand zum Einkaufspreis von rund 200.000 Euro. Das macht überschlägig 220.000 Euro vor weiterem Betriebskapital. Die Immobilie bleibt bei der Familie; genannt sind 14 Euro Miete pro Quadratmeter. Umsatz und Ergebnis veröffentlicht sie nicht.
Weimar lässt sich schon als Schnitzeljagd kaufen. Was könnte ein Spielzeugladen anders machen?
Eine Stadtspiel-Box führt Familien bereits mit Umschlägen durch Weimar. Im Kunstpalast Düsseldorf begleitet eine Hörfigur Kinder durch die Sammlung. Für Schössler wäre eine weitere Rätseltour daher wenig eigenständig. Anders wäre eine ausleihbare Spielesammlung fürs Hotelzimmer: Kinder könnten etwa mit einfachen Formen bauen, dann am nächsten Tag in Weimar nach denselben Formen suchen.
Der Owner-Path-Blick
- Hier lassen sich Marke, Laden und Ware getrennt betrachten. Für den Kauf zählt, wie viel vom Bestand sich zu welchem Preis verkauft. Vor einer Bewertung wären Altersstruktur und Abverkauf je Warengruppe hilfreicher als die Zahl der Regalplätze.
Die Gelegenheit
Owner-Path-Idee: Schössler wird die Spielzeugbibliothek für Weimarer Gästezimmer. Hotels leihen kuratierte Spielkisten, der Laden tauscht Teile aus und verkauft Familien auf Wunsch das Lieblingsstück.
Erst drei Zimmer ausstatten
Ein Hotel und das Ladenteam wählen robuste Spiele für unterschiedliche Altersgruppen. Nach einem Probemonat zählen Nutzungen, Fehlteile, Reinigungszeit und tatsächliche Nachkäufe. Der Hotelpartner müsste für den Service zahlen wollen; kostenlos ausgelegte Werbung allein trägt ihn nicht.
Weimar als erste Edition
Bei Nachfrage könnten Fachhändler in anderen Kulturstädten eigene Editionen bestücken. Schössler würde Auswahlprinzipien, Ersatzteillogik und Einkauf bündeln. Illustrationen oder Motive von Museen bräuchten separate Vereinbarungen. Weder Hotelverträge noch eigene Spiele gehören zum heutigen Angebot.
Für jemanden, der Warenbestand führen kann und genauso gern mit Hoteliers wie mit Familien am Spieltisch arbeitet.
Die Eckdaten aus dem Inserat
Das vollständige Inserat lesen
Weitere Angaben und die Kontaktaufnahme findest du im Originalinserat.
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