Wo Wasser gereinigt, Staub abgeschieden oder ein Prozess unter Vakuum beherrscht werden muss, gibt es selten eine Maschine von der Stange. In Sachsen-Anhalt baut ein kleines Team fast das gesamte System selbst.
Die Geschichte
Der Anlagenbauer entwickelt kundenspezifische Lösungen für Wasser- und Abwasseraufbereitung, Gießerei- und Umwelttechnik sowie Vakuum-, Filtrations- und Abscheideprozesse. Von Konstruktion und Metallfertigung bis zu Steuerung und Regelung entstehen rund 95 Prozent der Wertschöpfung im eigenen Haus.
Zum Spektrum gehören Schaltschrankbau, SPS-Programmierung, Automatisierung, Montage, Inbetriebnahme und Service. ISO 9001:2015 und die Zulassung als WHG-Fachbetrieb sichern die Arbeit in sensiblen Anwendungen ab. Sechs bis zehn Beschäftigte erwirtschaften laut Inserat zwischen 500.000 und 2,5 Millionen Euro Jahresumsatz.
Die GmbH & Co. KG wird im Rahmen einer geregelten Nachfolge angeboten; Name und Eigentümer bleiben vertraulich. Kontakt läuft über Chiffre A-5be510 beziehungsweise Projekt DR-006700 und die Handwerkskammer Magdeburg. Übernommen wird damit nicht nur ein Maschinenpark, sondern Prozesswissen, das Metall, Elektrik, Software und Umwelttechnik verbindet.
Wassertechnik wird zur industriellen Resilienzfrage
Der GreenTech-Atlas des Umweltbundesamtes beziffert allein den deutschen Leitmarkt Wasserwirtschaft auf 31,6 Milliarden Euro. Wasserentnahme, Behandlung, Abwasser und effiziente Prozesse gehören zu den Feldern, in denen deutsche Anbieter international überproportional stark sind.
Das Umweltbundesamt aktualisierte seine Wasserressourcen-Daten im Juni 2026. Schwankende Verfügbarkeit, strengere Anforderungen und steigende Energiepreise erhöhen den Druck, industrielle Kreisläufe effizienter zu führen. Maßgeschneiderte Filtration und Aufbereitung wird damit vom Compliance-Projekt zur Standortfrage.
Die seltene Fertigungstiefe ist dabei Chance und Risiko zugleich. Sie erlaubt schnelle Sonderlösungen, bindet Wissen aber an wenige Köpfe. Eine Nachfolge kann den Betrieb deshalb besonders stark machen, wenn Konstruktion, Inbetriebnahme und Service systematisch dokumentiert und zu wiederverwendbaren Modulen werden.
Der Owner-Path-Blick
- 95 Prozent Fertigungstiefe in einem kleinen Team sind ein außergewöhnlicher Wissens- und Geschwindigkeitsvorteil.
- Wasser, Filtration, Abscheidung und energieeffiziente Automatisierung treffen auf strukturellen Investitionsdruck.
- Zertifizierungen, Kundenbeziehungen und die komplette Kette bis zur SPS machen den Betrieb schwer kopierbar.
Die Gelegenheit
Die Werkstatt muss nicht weniger individuell werden. Sie kann das Unsichtbare hinter jeder Sonderanlage standardisieren – Daten, Module und Service.
Sonderanlagen wachsen aus geprüften Modulen
Pumpen-, Filter-, Vakuum-, Sensor- und Steuerungsbausteine werden mit Einsatzgrenzen, Kalkulationswerten und Felddaten dokumentiert. Konstrukteure kombinieren sie schneller zu neuen Lösungen, während kundenspezifische Engineering-Arbeit dort bleibt, wo sie echten Mehrwert schafft.
Jede Anlage bekommt ein Betriebsmodell
Sensorwerte, Wartungen und Energieverbrauch fließen in einen einfachen digitalen Zwilling. Das System erkennt Abweichungen und schlägt Prüfungen vor; Servicetechniker bewerten und priorisieren. Kunden gewinnen planbare Verfügbarkeit, der Betrieb wiederkehrende Serviceerlöse.
Wasserwissen wird als Retrofit verkauft
Ein kompaktes Audit erfasst bestehende Anlagen, Kreisläufe und Verluststellen. Daraus entstehen klar priorisierte Nachrüstpakete für Filtration, Regelung und Rückgewinnung. So erschließt der Hersteller Altanlagen, ohne auf komplette Neubauprojekte warten zu müssen.
Für eine Maschinenbau- oder Umwelttechnik-Unternehmerin, einen Automatisierungsspezialisten oder einen strategischen Käufer, der Engineering und Werkstattkultur respektiert.
Die Eckdaten aus dem Inserat
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