Elf Gramm Netzstoff, ein Kordelzug und Platz für bis zu vier Kilogramm: Fregie nimmt sich eines Produkts an, das im Supermarkt kaum jemand beachtet. Der Beutel ist leicht genug zum Mitwiegen, offen genug zum Scannen und robust genug, um über Jahre immer wiederzukommen.
Die Geschichte
Die Idee entstand auf einer Camperreise an Australiens Ostküste. Dort sahen Benjamin Gans und Timo Bernard eine wiederverwendbare Lösung für loses Obst und Gemüse und fragten sich, warum es sie nicht auch in Deutschland gab. Im Juni 2012 gründeten sie in Wertheim die Fair Green GmbH; der Name Fregie setzt sich aus „fruit“ und „vegetables“ zusammen.
Heute besteht das Geschäft aus Online-Shop und B2B-Vertrieb. Laut Inserat wurden mehr als 100.000 Beutel verkauft, mehrere tausend Endkunden registriert und rund 60 bis 70 Supermärkte beliefert – darunter Edeka-Märkte sowie Unverpackt-Läden. Logos, Farben und Waschetiketten lassen sich für Händler und Unternehmen anpassen.
Das Produkt besteht aus recyceltem Material, ist waschbar und laut Testbericht des SGS Institut Fresenius für den Lebensmittelkontakt geprüft. Ein eingetragenes Gebrauchsmuster schützt die Konstruktion. Produziert wird in zwei Linien: Fregie-DE bindet deutsche Werkstätten für Menschen mit Behinderungen ein, Fregie-EU schafft zusätzliche Kapazität innerhalb Europas. Lieferanten, Produktionskontakte, Displays und Marketingmaterial gehören zur Übergabe.
Mehrweg rückt vom guten Vorsatz in den Supermarktalltag
Ab 1. Januar 2030 schränkt die europäische Verpackungsverordnung bestimmte Einweg-Kunststoffverpackungen ein – darunter vorverpacktes, unverarbeitetes Obst und Gemüse unter 1,5 Kilogramm sowie sehr leichte Kunststofftragetaschen, jeweils mit definierten Ausnahmen. Fregie ersetzt nicht automatisch jede dieser Verpackungen, trifft aber genau die Bewegung hin zu wiederverwendbaren Lösungen für lose Ware.
Der wichtigste Beweis liegt bereits an der Kasse: Das Netz ist so leicht und offen, dass Ware im Beutel gewogen und gescannt werden kann. Mehr als 100.000 Verkäufe und die Listung in Dutzenden Märkten zeigen, dass die Idee nicht nur auf einer Nachhaltigkeitsmesse funktioniert, sondern im alltäglichen Handelsprozess.
Der zweite Markt liegt jenseits des Gemüseregals. Weil Farbe, Etikett und Aufdruck anpassbar sind, kann derselbe Beutel als wiederkehrendes Markenobjekt für Unternehmen, Städte, Wochenmärkte oder Lebensmittelhersteller funktionieren – sichtbar bei jedem Einkauf statt einmalig in einer Schublade.
Der Owner-Path-Blick
- Ein winziges, sofort verständliches Produkt löst einen Reibungspunkt direkt im Einkauf.
- Schutzrecht, zwei Produktionslinien und bestehende Handelslistungen machen aus der Idee ein übergabefähiges System.
- Individualisierung und soziale Fertigung geben der Marke mehr Substanz als einem beliebigen Einkaufsnetz.
Die Gelegenheit
Fregie könnte vom einzelnen Beutel zur Gewohnheit rund um frische Lebensmittel werden. Der kreative Hebel ist nicht ein weiteres Nachhaltigkeitssiegel, sondern ein System, das Menschen wirklich daran erinnert, Mehrweg mitzunehmen und weiterzuverwenden.
Der Beutel wird zum Einkaufsbegleiter
Ein kleiner waschbarer Anhänger oder Code verbindet den physischen Fregie mit einer freiwilligen Einkaufsroutine: Packliste, Erinnerung vor dem Wochenmarkt, Hinweise zur Aufbewahrung einzelner Sorten und ein sichtbarer Mehrweg-Streak. Eine einfache KI kann aus der Einkaufsliste passende Mengen und Beutel vorschlagen – ohne aus dem Produkt ein Gadget zu machen.
Lokale Editionen mit echter Herkunft
Städte, Hofläden und Supermarktpartner gestalten limitierte Serien mit Illustrationen regionaler Sorten. Jeder Beutel erzählt per kurzer Seite, woher Motiv, Material und Fertigung kommen. So wird Corporate Gift nicht Werbemittelware, sondern ein sammelbares Alltagsobjekt mit lokaler Geschichte.
Vom Obstnetz zum modularen Frischesystem
Aus derselben leichten Konstruktion können klar unterscheidbare Größen für Kräuter, Brot, Pilze oder den Kühlschrank entstehen – entwickelt gemeinsam mit Händlerinnen und Kundschaft. Farbige Kordeln und reparierbare Verschlüsse schaffen Orientierung; ein Rücknahmeprogramm führt verschlissene Netze kontrolliert in die Verwertung zurück.
Für ein nachhaltiges Konsumgüter-Team, einen Lebensmittelhändler mit Eigenmarkenkompetenz oder eine junge Gründergruppe, die Produktdesign, Community und B2B-Partnerschaften verbinden kann.
Die Eckdaten aus dem Inserat
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Weitere Angaben und die Kontaktaufnahme findest du im Originalinserat.
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