Eine Gärtnerei kann vor der Aussaat schon wissen, wer einen Teil ihrer Ernte abnimmt. Auf dem Arpshof ist diese Zahl gewachsen: von ungefähr 40 Ernteanteilen 2023 auf 90 zum Zeitpunkt des Aufrufs. Jetzt geht es darum, wer mit dem Team die nächste Saison verantwortet.
Die Geschichte
Die Gärtnerei bewirtschaftet rund fünf zusammenhängende, beregnungsfähige Hektar. Dazu kommen etwa 1.400 Quadratmeter Folientunnel, eine eigene Jungpflanzenanzucht und ein gemeinsam genutztes Kühlhaus. Gemüse geht an die solidarische Landwirtschaft, den Hofladen, auf den Markt und in den Lieferservice. Das bestehende Team möchte bleiben.
Der Arpshof sucht erfahrene Gemüsegärtnerinnen oder Gemüsegärtner. Zur Diskussion stehen eine gemeinsame Betriebsgesellschaft, eine selbstständige Pacht und eine Lösung mit dem Solawi-Verein als Arbeitgeber. Auch für den Hofladen wird eine Nachfolge gesucht, separat. Der gesamte Hof steht nicht zum Verkauf.
Eine Gemüsekiste lässt sich bestellen. Eine Ernte muss vorher jemand finanzieren.
In den USA zeigt Cedar Crate Farm, wie Haushalte über Harvie ihre Gemüseanteile anpassen können. Der Arpshof hat einen anderen Ausgangspunkt: Menschen teilen bereits das Erntejahr. Die interessante Frage ist, ob sie sich vor dem Pflanzen zusätzlich für bestimmte Kulturen entscheiden würden, ohne dass das Team Woche für Woche Einzelkisten packen muss.
Der Owner-Path-Blick
- Die gemeinsame Anbauplanung hätte hier reale Flächen, ein Team und bekannte Abnehmer. 90 Anteile sind allerdings weder 90 Vollzahler zu einem bekannten Preis noch eine Umsatzangabe. Was die Saison trägt, lässt sich nur mit Beiträgen, Arbeitsstunden und Ernteverlusten beurteilen.
Die Gelegenheit
Eine kleine Saatgutentscheidung mit großer Wirkung: Mitglieder oder Küchen zeichnen vor der Saison gemeinsam ein ganzes Beet einer sonst riskanten Kultur. Sie teilen die tatsächliche Ernte statt einer garantierten Stückzahl.
Zwei Beete als erster Versuch
Köchinnen und Mitglieder wählen mit dem Team zwei Kulturen, finanzieren die vereinbarten Anbaukosten und holen an festen Terminen ab. Nach der Saison zeigt sich, ob der Erlös je Arbeitsstunde den Mehraufwand gegenüber dem gewöhnlichen Anbau rechtfertigt.
Mehr Spezialisierung ohne mehr eigene Fläche
Ein zweiter Hof könnte eine andere Kultur für dieselben Abnehmer anbauen. Die Höfe blieben eigenständig, teilten sich aber verbindliche Vorbestellungen und Abholstellen. Erst die Zustimmung der Mitglieder und verlässliche Regeln für Ernteausfall machen daraus ein wiederholbares Angebot.
Für erfahrene Menschen aus dem Gemüsebau, die Anbauverantwortung übernehmen und Entscheidungen mit Mitgliedern und Team teilen wollen.
Die Eckdaten aus dem Inserat
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Weitere Angaben und die Kontaktaufnahme findest du im Originalinserat.
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